Bourgeois, Brigitte -Denoyelle, Martine (dir.): L’Europe du vase antique. Collectionneurs, savants, restaurateurs aux XVIIIe et XIXe siècles. 360 p., 17,5 x 25 cm, Illustrations : Couleurs et N & B, ISBN : 978-2-7535-2269-5, 28 €
(Presses universitaires de Rennes, Rennes 2014)
 
Compte rendu par Astrid Fendt, Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München
(Astrid.Fendt@gmx.net)

 
Nombre de mots : 2404 mots
Publié en ligne le 2015-09-25
Citation: Histara les comptes rendus (ISSN 2100-0700).
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          Der von Brigitte Bourgeois und Martine Denoyelle in der Reihe „Art & Société“ im Verlag Presses Universitaires de Rennes herausgegebene Sammelband "L’Europe du vase antique. Collectionneurs, savants, restaurateurs aux XVIIIe et XIXe siècles" umfasst 353 Seiten und 196 Farbabbildungen. Er enthält 21 in französischer Sprache verfasste Einzelbeiträge von internationalen Spezialisten auf dem Gebiet des Sammelns, Konservierens und Restaurierens von antiken Vasen und ist aus dem Kolloquium „L’Europe du vase antique“ hervorgegangen. Dieses fand von 31. Mai bis zum 1. Juni 2011 am Institut national d’histoire de l’art (INHA) in Paris unter der Schirmherrschaft des INHA und des Centre de recherche et de restauration des Musées de France (C2RMF) statt.

 

         Der ansprechend gestaltete Kolloquiumsband gliedert sich in vier umfangreiche Kapitel und schließt mit einer Bibliographie, einem Abkürzungsverzeichnis und dem Verzeichnis der Autorinnen und Autoren ab. Die sieben Beiträge im ersten und auch umfangreichsten Kapitel „Le collectionnisme des vases antiques: Stratégies et Contextes“ behandeln historische Aspekte einzelner Vasensammlungen in Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich und Tschechien. Die fünf Beiträge im zweiten Kapitel „La diversité des approches matérielles: Analyser, reproduire, restaurer, falsifier“ beziehen sich anhand von Fallbeispielen auf die Restaurierung von antiken Vasen im 18. und 19. Jahrhundert. Aktuelle Forschungen an historischen Sammlungsbeständen in St. Petersburg und in Kopenhagen zum Thema haben drei von vier Beiträgen im dritten Kapitel „Matière et histoire: Des anciens réseaux du collectionnisme et de la restauration aux choix patrimoniaux actuels“. Das letzte Kapitel „Autour du ‚Vase de Lasimos’“ umfasst vier sich ergänzende Fallstudien zu dem bekannten Lasimos-Krater im Louvre.

 

         Vorangestellt ist dem Kolloquiumsband eine Hinführung zu dem komplexen Themenfeld von Alain Schnapp, Professor für griechische Archäologie an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne. In einem weit gespannten Bogen gibt er einen kurzen Überblick über „La longue histoire des vases grecs et de leur restauration“: Als die ersten griechischen Vasen im 15. und 16. Jahrhundert in italienische Sammlungen gelangten, wusste man noch kaum etwas über ihre Herkunft und Fabrikation. Inzwischen haben die großen Studien John D. Beazleys sowie unzählige Bände des CVA (Corpus Vasorum Antiquorum) viele Erkenntnisse zu den Gefäßen, ihrer Herstellungstechnik, Verwendung, Ikonographie sowie ihrer nachantiken Sammlungs- und Restaurierungsgeschichte geliefert. Gefunden in den Nekropolen Süditaliens und Etruriens, gelangten sie seit dem frühen 19. Jahrhundert auch in die Sammlungen der großen europäischen Museen, nachdem sie zuvor eher im Fokus von einzelnen Liebhabern, Reisenden und Wissenschaftlern standen. Adelige hingegen umgaben sich lange Zeit mehr mit der als repräsentativer geltenden antiken Marmorplastik. Sammlerpersönlichkeiten wie Sir William Hamilton und dessen Publizist Pierre-Francois Hugues, genannt der Baron von Hancarville, ist es zu verdanken, dass die griechischen Vasen sukzessive als wichtige Informanten des griechischen Alltags- und Sozialleben angesehen wurden, wie es auch der Zeitgenosse Johann Wolfgang von Goethes, J. H. Wilhelm Tischbein, formulierte. (S. 7-11)

 

         Im ersten Kapitel stellen Marcella de Paoli und Susanna Sarti große Sammlungsbestände in Venedig und Florenz vor. De Paoli macht am Beispiel von eher unscheinbaren Vasen aus den ehemaligen Privatsammlungen Molin und Zulian, die sich heute im Museo Archeologico Nazionale in Venedig befinden, auf die Schwierigkeit aufmerksam, zwischen historischen Restaurierungen und ungewöhnlicher, weil lokaler geprägter, antiker Ikonographie zu unterscheiden. In allen wichtigen venezianischen Antikensammlungen befanden sich seit dem 16. Jahrhundert antike Vasen – die meisten davon stammten von Ausgrabungen aus der näheren Umgebung. Die antike Keramik gewann zwar in Venedig vom 16. bis zum 19. Jahrhundert sukzessive an Bedeutung. Der Fokus des Interesses lag aber letztendlich bei den meisten Privatsammlern nicht auf dieser Materialgattung, sondern auf anderen Gattungen wie antiken Münzen, Inschriften etc., aber auch auf naturwissenschaftlichen Objekten oder Instrumenten späterer Epochen. Im Verlaufe des 19. Jahrhunderts wurden die Bestände vieler alter venezianischer Privatsammlungen verkauft. In diesem Zuge hat man auch zahlreiche Restaurierungen an der Keramik vorgenommen, die es nun zu untersuchen gilt. (S. 15–26)

 

         Susanna Sarti beschreibt die Sammlungen antiker Keramik, die ab der Renaissance von der Familie der Medici in Florenz zusammengetragen wurden und seit 1883 im dortigen Museo Archeologico sind. Bereits im späten 15. Jahrhundert befanden sich einige wenige antike Vasen im Sammlungsbestand der Medici, darunter auch zwei große apulische Gefäße, die lange Zeit als etruskisch galten. Den heimischen etruskischen Altertümern wandten sich die Medici ab 1616 zu, dem Jahr, in dem Thomas Dempster auf Geheiß von Cosimo II. seine “De Etruria Regali Libri Septem” zu verfassen begann. Zahlreiche Inventare der Uffizien dokumentieren schon seit 1570 recht genau den dortigen Sammlungsbestand an antiker Keramik. Im Jahr 1769 besaßen die Medici bereits über 3.800 antike Vasen. (S. 43-57)

 

         Mit einzelnen Sammlerpersönlichkeiten in Frankreich, Böhmen, Deutschland, Italien und Österreich sowie deren Einkäufern beschäftigen sich im ersten Kapitel Paulette Pelletier-Hornby (Sammlung Dutuit), Marie Duvková (Sammlungen Clément Venceslas Metternich und Frantisek Koller), Andrea Milanese (Friedrich Maler als Einkäufer des Großherzogs von Baden in Karlsruhe) und Salvatore Napolitano. Letzterer stellt mit Pietro Vivenzio (1754–1835) einen bislang eher wenig beachteten Akteur innerhalb des Kreises der Antiquare und Sammler im Neapel des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts vor. Der in Nola geborene Vivenzio verkehrte vor allem im Zusammenhang mit den in seinem Geburtsort stattfindenden Ausgrabungen mit Sir William Hamilton, Stanislas Pontiatowski, Stanislas Kostka Potocki, Wilhelm Tischbein und anderen Gelehrten und Sammlern. Er selbst legte auch eine umfangreiche Sammlung mit aus nolanischen Gräbern stammenden Vasen an, die er in den von ihm verfassten „Sepolcri Nolani“ umfassend publizierte (S. 27–42). Laureen Bardou stellt in ihrem Beitrag den französischen Gelehrten Alexandre de Laborde vor, der in seinem zweibändigen „musée de papier“ 1813–1824 einen Teil der umfangreichen Vasensammlung des österreichischen Sammlers Anton Franz de Paula von Lamberg-Sprinzenstein erstmals publizierte. Der größte Teil dieser Sammlung befindet sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien. Laborde wollte sich mit dieser Veröffentlichung vor allem hinsichtlich der antiquarisch-ikonographischen Genauigkeit der Stiche von den bereits vorliegenden und bis dato richtungsweisen Werken von Hamilton und Millin abheben (S. 93–104).

 

         Den Auftakt des zweiten Kapitels macht die Studie eines Autorenteams der Vatikanischen Museen bestehend aus Maurizio Sannibale, Ulderico Santamaria und Fabio Morresi. Sie stellen historische Restaurierungen an apulischen Vasen aus den Beständen der Biblioteca Vaticana vor, die sich um Zuge der Napoleonischen Kriege im Musée Napoléon in Paris befanden, 1815/16 nach Rom zurückkehrten und heute zu den Beständen der Vasensammlung im Museo Gregoriano Etrusco gehören. Im Fokus der Untersuchungen stehen die 1800–1802 getätigten Eingriffe des französischen Restaurators Jean-Jacques Lagrenée (1739–1821) im Zuge der Einrichtung der Galerie d’Apollon im Musée Napoléon. Dieser vervollständigte – ganz im Geiste seiner Zeit – fragmentarisch erhaltene Vasen und glich die Oberflächen der Ergänzungen mimetisch genau an den antiken Bestand an (S. 121–138). Auch die Beiträge von Nathalie Balcar und Yannick Vandenberghe (S. 139–150) sowie Brigitte Bourgeois (S. 151–167) beschäftigen sich mit Lagrenée und seinen Zeitgenossen. Mit Hilfe von detaillierten Materialanalysen bestimmten sie die Bestandteile und somit auch das Alter der auf hohem technisch-künstlerischen Niveau mit einer „perfection dangereuse“ (Zitat James Millingen, 1813) hergestellten Ergänzungen und Reproduktionen aus dem französisch-neapolitanischen Umfeld von Lagrenée, dem „cercle de Tischbein“ (Johann Wilhelm Tischbein, 1751–1829) und Luigi Brocchi (1770–1837). Im Gegensatz zu den im frühen 18. Jahrhundert angefertigten Keramikergänzungen sind diejenigen aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert sehr viel differenzierter und komplexer ausgeführt. Die gesamte Epoche war geprägt von der Suche der Restauratoren, Chemiker und Antiquare nach geeigneten Materialien und Rezepten zur Imitation des schwarzen Glanztons auf den antiken Vasen. Auch Honoré d’Albert, duc de Luynes (1802–1867) beschäftigte sich intensiv damit, bevor er Reproduktionen von antiken Vasen in Auftrag gab, die sich heute im Musée de Sèvres und im Cabinet des Médailles befinden (Beitrag von Anne Bouquillon, Cécile Colonna und Hélène Rousselière, S. 169–184).

 

         Gianpaolo Nadalini stellt Enrico Pennelli (1832–1890) vor, der sich als Keramikrestaurator um die 1861 unter Napoelon III. für Paris angekaufte Sammlung Campana kümmerte (S. 185–199). Pennelli stand schon als Junge gemeinsam mit seinem Großvater als Restaurator im Dienste der Familie Campana in Rom. Er begleitete die verkauften Kunstwerke nach Paris und betreute sie dort weiter, wandte sich aber sukzessive auch anderen Materialien sowie Objektgattungen zu und trat als Unterhändler für diverse Antikenerwerbungen auf. Im Gegensatz zu den oben erwähnten Restauratoren und Auftraggebern beschäftigte er sich kaum mit den technischen und chemischen Zusammensetzungen der antiken Objekte. Seine Ergänzungen galten später als technisch und künstlerisch minderwertig und wurden größtenteils in den 1950er Jahren entrestauriert.

 

         Den Auftakt des dritten Kapitels macht Marie-Amélie Bernards Studie über den römischen Künstler, Händler und Restaurator Francesco Depoletti (1779–1854), der in seinem Wirken noch die Polyfunktionalität der Akteure des frühen 19. Jahrhunderts verkörperte und mit den wichtigsten Gelehrten sowie Käufern seiner Zeit in Kontakt stand (S. 203–220). Es folgen zwei Studien zum Vasenbestand in der Ermitage in St. Petersburg. Anastasia Bukina, Ksenia Shugunova, Irina Grigorieva und Serguei Khavrine berichten über die 1834 angekaufte und in diesem Zuge von dem neapolitanischen Restaurator Raffaele Gargiulo katalogisierte, umfangreiche Sammlung des Mediziners Giuseppe Antonio Pizzati (um 1770–1840) aus Vicenza. Dieser stand im Dienste mehrer russischer Adeliger und hatte seine Antikensammlung vor allem in Neapel zusammengestellt. Der heutige Zustand der Objekte stimmt mit dem aus dem mittleren 19. Jahrhundert weitgehend überein. Das ergeben aktuelle naturwissenschaftliche Untersuchen an den Vasen, die mit den Bemerkungen Gargiulos zum damaligen Restaurierungszustand abgeglichen werden konnten (S. 221–235). Anna Petrakova und Olga Shuvalova berichten über den sich ein Jahrzehnt hinziehenden Ankauf der Vasen (und anderer Objekte) aus der Sammlung Campana in Rom, die 1861 erworben wurde. Den Transport begleiteten die Restauratoren Boutet und Alessandro Depoletti (Sohn von Francesco), die danach acht Monate in St. Petersburg blieben und notwendige ‚Reparaturen’ an den Vasen (Depoletti) und den Skulpturen (Boutet) ausführten. Da besonders die Vasen aus dieser Sammlung lange Zeit für höherwertig erachtet wurden als diejenigen aus den Sammlungen Pizzati oder Laval, unterlagen sie schneller materiellen Veränderungen. Sie zeichnen sich heute durch einen sehr disparaten Restaurierungszustand aus. Besonders in den 1910–20er Jahren fanden einige vollständige Entrestaurierungen statt. Während des Zweiten Weltkrieges erlitten viele der Vasen aufgrund schwieriger klimatischer Bedingungen Schädigungen an den Altergänzungen (S. 253–268).

 

         Ein prominentes Einzelstück steht im Fokus von Bodil Bundgaard Rasmussens Studien (S. 237–251). Er beschreibt den Weg einer schwarzfigurigen Amphore mit Namensinschriften („Amphore des Amphiaros“) aus der Sammlung des Erzbischofs von Tarent, Giuseppe Capece Latro (1744–1836), ins Nationalmuseum in Kopenhagen. Der dänische Prinz Christian Frederik freundete sich während seiner seit 1819 aufgenommenen Reisen nach Italien mit den Erzbischof an und erwarb schließlich 1821 dessen gesamte, 123 Objekte zählende Sammlung auf der Basis einer monatlichen Rente für Capece Latro. Prominentestes Stück war die bereits 1813 von James Millingen publizierte, oben erwähnte Amphore. Deren Ruhm wurde jedoch deutlich geschmälert, als sich bei Restaurierungen in den 1960/70er Jahren herausstellte, dass große Teile des aus vielen Einzelteilen zusammengesetzten Gefäßes modern übermalt waren. Nichts desto trotz bildet die Sammlung Capece Latro bis heute den Grundstock der Sammlung antiker Vasen im dänischen Nationalmuseum.

 

         Das vierte Kapitel umfasst vier Berichte von Martine Denoyelle, Maria Emilia Masci, Paolo Poccetti und Brigitte Bourgeois, die in einer interdisziplinären Studie die „vase de Lasimos“, einen spätapulischen Volutenkrater im Louvre (Inv. K 66), beleuchten (S. 271–315). Der Krater befand sich Ende des 17. Jahrhunderts in der neapolitanischen Sammlung von Giuseppe Valletta. Er gelangte zunächst in verschiedene Privatsammlungen, dann in den Vatikan und schließlich 1799 nach Paris in den Louvre. Dort wurde er 1809 von Luigi Brocchi restauriert. Ausgangspunkt war die 1742 erstmals von Antonio Francesco Gori aufgeworfene Frage, ob die Inschrift „Lasimos egrapse“ antik oder modern ist. Die Inschrift selbst ist 1734 erstmals brieflich erwähnt. Während A. D. Trendall in den 1980er Jahren die Inschrift als modern klassifizierte, gehen Masci, Poccetti und Bourgeois inzwischen aus historischen, epigraphischen und konservatorischen Gründen davon aus, dass sie antik ist. Denoyelle schlägt aufgrund der unterschiedlichen Ausführung und Erscheinungsweise der beiden Wörter vor, dass die messapische Besitzer- oder Stifterinschrift „Lasimos“ (eine Variante des gängigeren Namens Dasimos) antik ist, die Hinzufügung „egrapse“ jedoch auch modern sein könnte.

 

         Insgesamt gibt dieser Tagungsband einen sehr guten Überblick über die derzeit an den verschiedenen europäischen Institutionen stattfindenden Forschungen zur Sammlungs- und Restaurierungsgeschichte von antiken Vasen. Die 20 Beiträge beleuchten verschiedene Facetten dieses komplexen Forschungsgebietes und machen deutlich wie wichtig eine interdisziplinäre Herangehensweise ist. Trotz der unterschiedlichen Themenbereiche sind die Beiträge aufgrund ähnlicher Fragestellungen, methodischer Herangehensweisen und inhaltlicher Querverbindungen untereinander vernetzt. Natürlich schreibt dieser Band keine umfassende Geschichte des Sammelns und Restaurierens von antiker Keramik im Europa des 18. und 19. Jahrhunderts – ein durchaus wünschenswertes Desiderat. Doch er verweist auf zentrale Aspekte dieses umfangreichen Themas.

 

 

 

Sommaire

 

 

Alain Schnapp, Préface. La longue histoire des vases grecs et de leur restauration, 7

 

 

Le collectionnisme des vases antiques : stratégies et contextes

 

Marcella De Paoli, Vrai ou faux ? Restauration, érudition et marché dans les collections vénitiennes de vases antiques aux xviiie et xixe siècles, 15

 

Salvatore Napolitano, Pietro Vivenzio : une clef d'interprétation du monde antiquaire napolitain entre le xviiie et le xixe siècle, 27

 

Susanna Sarti, Les collections de vases antiques à Florence avant l'unité italienne (1861) : des Gallerie degli Uffizi au Museo Archeologico Nazionale, 43

 

Paulette Pelletier-Hornby, Les vases de la collection Dutuit : anticomanie et politique au xixe siècle, 59

 

Andrea Milanese, Affaires de vases, affaires d'État. L'histoire des achats de Friedrich Maler à Naples pour le musée du grand-duc de Bade, 75

 

Laureen Bardou, Collection des vases grecs de M. le Comte de Lamberg, d'Alexandre de Laborde, 1813-1824 - le regard d'un Français sur une collection autrichienne, 93

 

Maria Dufková, La collection des vases grecs et étrusques du musée national de Prague, 105

 

 

La diversité des approches matérielles : analyser, reproduire, restaurer, falsifier


Maurizio Sannibale (et al), Les vases du Vatican autrefois au musée Napoléon et leurs restaurations, 121

 

Nathalie Balcar - Yannick Vandenberghe, Lagrenée restaurateur et ses contemporains : autopsie d'un savoir-faire, 139

 

Brigitte Bourgeois, La fabrique du vase. Antiquaires, chimistes et restaurateurs au temps de Lagrenée (1780-1820), 151

 

Anne Bouquillon (et al), Le duc de Luynes et sa démarche de reproduction des vases grecs, 169

 

Gianpaolo Nadalini, Enrico Pennelli - la trajectoire d'un restaurateur de vases étrusques du xixe siècle, 185


 

Matière et Histoire : des anciens réseaux du collectionnisme et de la restauration aux choix patrimoniaux actuels


Marie-Amélie Bernard, Francesco Depoletti (1779-1854), un homme de réseaux entre collectionnisme et restauration, 203

 

Anastasia Bukina (et al.), Les vases de la collection Antonio Pizzati au musée de l'Ermitage - études scientifiques et perspectives, 221

 

Bodil Bundgaard Rasmussen, Un récit édifiant. Une amphore grecque dans le Cabinet des céramiques royales à Copenhague, 237

 

Anna Petrakova, Olga Shuvalova. Les vases de la collection Campana au musée de l'Ermitage - leur restauration et leur conservation en fonction des impératifs de publication et d'exposition (1861-2011), 253

 


Autour du « vase de Lasimos »

 

Martine Denoyelle, Le 'vase de Lasimos' et son inscription : exception, illusion, falsification?, 271

 

Maria Emilia Masci, Le 'vase de Lasimos' : de l'histoire à l'interrogation de l'oeuvre. Pour un parcours méthodologique, 277

 

Paolo Poccetti, La signature de Lasimos : falsifiée ou authentique?, 293

 

Brigitte Bourgeois, Le 'vase de Lasimos' : étude scientifique de l'inscription., 305